Social Media Trends 2013 – oder Ihre Hausaufgaben fürs Neue Jahr!

In vielen Blogs von Agenturen und Kollegen der Kommunikationsbranche drehen sich – wie eigentlich jeden Dezember oder Januar – sehr viele Artikel um das Thema „Trends 2013“. Darin wird dann auf das Jahr 2012 zurückgeblickt, was sich verändert hat, was es neues gibt und wo bisher nichts passiert ist. Soweit, so gut.

Bild: Social Media TrendsAber dann wird die ominöse Glaskugel herausgeholt und einen Blick in die Zukunft gewagt. Oh wundersame Glaskugel, sag mir was die Zukunft bringt. Wer nach „social media trends 2013“ googelt erhält derzeit über 130.000 Resultate, Tendenz steigend.

Da wird von steigenden Etats für Social Media Advertising gesprochen, vom Internet der Dinge, von Presumern und Custtownern, Full Frontal, Mobile Moments und vielem mehr. Aber seien wir doch ehrlich: Das sind doch oftmals Entwicklungen, die bereits begonnen haben und sich nur im nächsten Jahr verstärken werden – und wenn nicht spricht man in einem halben Jahr einfach nicht mehr davon. Keiner der Kollegen wird auf Kundenfang gehen und sagen: „Hey, ich habe im Dezember 10 neue Trends für 2013 vorhergesehen, und davon sind sogar 3 eingetroffen.“ Viele werden diese Artikel einfach vergessen.

Viele Firmen fragen uns aber zu Recht, was sie vom Jahr 2013 für Ihre Unternehmenskommunikation zu erwarten haben. Aber seien wir ehrlich: Wir können auch nur vermuten und die Daten der letzten Marktforschungsumfragen interpretieren. Was wirklich kommt weis keiner.

Welchen Rat kann man denn nun guten Gewissens geben, wenn man schon nicht wie das große Orakel von Delphi in die Glaskugel schauen mag?

In den letzten Monaten habe ich viele Gespräche und Telefonate mit Marketingleitern und Social Media Verantwortlichen in Unternehmen geführt. Dabei hat sich herauskristallisiert, was sich für 2013 verändern muss, damit es ein gutes Jahr wird.

1.  Medienkompetenz auf Unternehmensseite steigern

Viele Unternehmen überlassen leider immer noch die Kommunikationsaufgaben den „Spezialisten“ der Marketing und PR-Abteilungen in den Unternehmen und sagen sich: „Die machen das schon“. Diese Denkweise ist leider noch sehr im Mittelstand verbreitet – dabei sollten wir uns ein Beispiel an großen Firmen und Konzernen nehmen.

Hier werden alle Mitarbeiter für das Thema Unternehmensauftritt sensibilisiert, es werden Social Media Guidelines erstellt, der Vertrieb wird in der Verwendung der sozialen Medien geschult und jede Abteilung wird in die Aktivitäten des Unternehmens auf Facebook & Co. aktiv eingebunden. Und vieles mehr.

2.  Zurück zum Mehrwert – für beide Seiten

„Wir haben jetzt auch einen Facebook auftritt, folgen Sie uns auf Twitter.“ Diesen Satz liest und hört man immer häufiger. Dabei fragt man sich aber, warum? Was habe ich davon? Unternehmen sehen leider die Sozialen Netze immer noch als eine Mischung aus Telefonbuch und Presseverteiler. Da werden Twitter und Facebook Seiten mit Links zu den  Pressemitteilungen gefüttert, Bilder vom neuen Bürogebäude gepostet oder allen ein schönes Wochenende gewünscht.

Was man vergisst ist, dass man es mit Menschen zu tun hat, die angesprochen werden wollen, die sich mit dem Unternehmen identifizieren wollen und die mehr erwarten als Gewinnspiele und Pressemeldungen.

Am Jahresende wundert sich die Geschäftsführung ganz plötzlich, dass die von der Marketingabteilung geforderten Zahlen zu Followern, Likes, Tweets etc. nicht erreicht werden und nun droht man damit, die Aktivitäten wieder einzustellen.

Was läuft hier falsch? Man muss sich immer öfter selbst Fragen stellen: Was will ich erreichen? Warum folgen mir so wenig Menschen? Was erwarten meine Mitarbeiter, Kunden, Bewerber, Wettbewerber kommunikativ von dem Unternehmen? Wie kann ich die sozialen Medien erfolgreich für mich einsetzen? Gibt es Barrieren, die wir überwinden müssen?

Erst wenn man diese Fragen stellt kann man auch anfangen, auf Augenhöhe zu kommunizieren. Und genau dann beginnen Dialoge, verbreiten sich Botschaften und die harten Kennzahlen steigen.

3.  Entwicklung nachhaltiger, integrierter Kommunikationsstrategien

“Social Media machen wir seit ein paar Monaten testweise nebenbei.” “Unser Praktikant befüllt die Kanäle.” “Einen Themenplan haben wir nicht wirklich.” “Wir haben eine Messe und daher keine Zeit für unseren Facebook-Auftritt.”

Immer wieder fallen diese Sätze wenn ich mit Kollegen spreche, viele zucken mit den Schultern und verweisen auf vorgaben der Geschäftsführung. Was oft fehlt, ist eine langfristige Kommunikatiosstrategie, die von Marketing, Vertrieb und Vorstand gleichermaßen entwickelt und getragen ist.

Es werden Etats nicht effizient bemessen und falsche Ziele gesetzt. Abteilungen unter- oder überbesetzt und die Anzeigenkampagne in Fachzeitschriften gefahren und ein neues Callcenter für die Servicehotline beauftragt. Die Messe bindet dann alle Kapazitäten an sich und hinterher kommen auch nur wieder die üblichen Folgeaufträge dabei heraus.

Bei allen Einzelmaßnahmen, die Unternehmen heute fahren, verzetteln sich viele. Da laufen mal Werbekampagnen am Markenimage vorbei, dort werden Anzeigen auf Facebook falsch gestreut, und die meisten Fans wollten eh nur das iPhone 5 beim letzten Gewinnspiel abstauben.

Unternehmen müssen eine Strategie entwickeln, um kosteneffizient und nachhaltig ihre Ziele zu erreichen.

4.  Ressourcen schonen

Wenn mir eine Kollegin erzählt, dass sie seit Kurzem alleine die gesamten Marketingaktivitäten betreuen muss, weil der Kollege wegrationalisiert wurde, dann ist das ärgerlich. Gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Lage ist es für manche Unternehmen schwerer geworden, mit den limitierten Kommunikations-Etats erfolgreich strategiefähig zu bleiben und die Selbstgestecken Ziele zu erreichen.

Ein negativer Nebeneffekt von Personalrationalisierungen in den Marketingabteilungen ist jedoch, dass man oftmals nur noch das Tagesgeschäft vor Augen hat und sich nicht mehr mit den restlichen Themenfeldern der Unternehmenskommunikation beschäftigen kann, z. B. der Betreuung der Social Media Kanäle.

Unternehmen müssen sich jedes Jahr aufs Neue an die jeweiligen Gegebenheiten der Wirtschaft anpassen – nicht nur im Auftritt, der Kommunikation und der Produktpalette. Vor allem strukturell wird 2013 ein Schlüsseljahr darstellen. Die Unternehmen müssen anfangen einzelne Kompetenzzentren – Community Management, PR Monitoring, Vertrieb u. a. – auszugliedern und somit die Aufgaben an Dienstleister zu vergeben, die sich auf genau diese eine Aufgabe spezialisiert haben. Dies schafft freie, interne Kapazitäten und verhilft den jeweiligen Abteilungsleitern z. B. im Marketing oder Vertrieb wieder Raum für interne Abläufe und ihren Kernaufgaben zu bekommen.

Ich habe einen persönlichen Appell an alle Leser, die sich in diesen Zeilen wiedergefunden haben oder denen es ähnlich ergeht.  Machen Sie einen beruflichen Neujahrsvorsatz, glauben sie keiner Trendprognose, die sie nicht selbst geschrieben haben, und stellen Sie das Jahr 2013 unter die Prämisse eines kommunikativen und strategischen Neuanfangs. Sollten Sie dabei auf interne Widerstände oder externe Barrieren stoßen, resignieren Sie nicht, sondern suchen Sie den Kontakt zu Kollegen, tauschen Sie sich aus. Vielleicht ergeht es Ihren Kollegen ja ähnlich. Oder Sie melden sich einfach bei mir und wir sprechen über die nächsten Schritte.

Bildquelle: © Scott Maxwell / fotolia.com

 

Herzliche Grüße aus der Social Media Agentur Berlin,
Ihr Henrik Schröder

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