NGOs im Social Web: betterplace.org

Mit dem heutigen Interview steigen wir in unsere neue Serie “NGOs im Social Web” ein. Dabei sprechen wir regelmäßig mit Social Media Verantwortlichen aus unterschiedlichen Non-Profit-Organisationen über ihren Umgang und Herausforderung mit den sozialen Netzwerken. Den Anfang macht betterplace.org – Deutschlands größte Spendenplattform. Wir sprachen mitAnica Samleit. Sie ist zuständig für das Community & Campaigning.

 

Stellen Sie sich und Ihre Organisation kurz vor

Bild: Anica Samleit

Bei betterplace.org für Social Media Management verantwortlich: Anica Samleit.

Mein Name ist Anica Samleit, ich bin seit über zwei Jahren verantwortlich für den Bereich Community & Campaigning bei betterplace.org. Zu meinen Aufgaben gehört auch die Betreuung der verschiedenen Social Media Profile.

betterplace.org ist eine Online-Spendenplattform, bei der jeder das passende Projekt findet und auch jeder sein eigenes Projekt vorstellen kann. Spender können das Projekt mitverfolgen und direkten Kontakt zu der Organisation aufnehmen. Wir leiten 100% der Spenden weiter.

Was hat Ihre Organisation dazu bewogen am Social Web teilzunehmen – welche Ziele verfolgen Sie?

Als Online-Spendenplattform bewegen wir uns eigentlich seit Gründung im Social Web. Dort ist auch unsere Zielgruppe unterwegs.  Information und Kommunikation stehen bei unseren Social Media Aktivitäten im Vordergrund, konkrete Spendenaufrufe sind nachrangig.

Welcher Themen-Mix erwartet den Interessierten auf Ihren Social Media Kanälen?

betterplace.org hat drei verschiedene Interessensgruppen: Spender, Interessierte und Projektverantwortliche. Spendern stellen wir spannende Projekte vor und zeigen Möglichkeiten auf, wie sie sich durch betterplace.org engagieren können. Projektverantwortliche erhalten von uns über das Web Anregungen und Tipps zur Gestaltung ihrer Präsenz auf betterplace.org. Außerdem bekommen wir von ihnen auch wertvolles Feedback und hilfreichen Input. Für die Interessierten berichten wir auch über betterplace-Insights: Ein Bild von unserem Teamfrühstück, der Umzug ins neue Büro, ein Filmteam im Haus – so können unsere Fans und Follower unsere Organisation besser kennenlernen und Vertrauen aufbauen. Ein wichtiger Punkt für eine NGO. Kurz gesagt, unsere Themen sind: Projekte, Plattform, Team.

Inwiefern sind Ihre Social Media Aktivitäten in Ihren Kommunikationsmix mit eingebettet?

Der Großteil unserer Kommunikation findet über das Internet statt. Dort verlinken wir auch auf Kommunikation in klassischen Medien wie einen Zeitungsartikel oder einen Filmbeitrag.

Wie kam Ihr SoMe-Engagement bisher an und welche Erfolge konnten Sie konkret verzeichnen?

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Fundraising über die Facebookseite

Unsere Facebook-Seite steuert auf 11.000 Fans zu. Damit bin ich – in Anbetracht der Branche und der Tatsache, dass betterplace.org zu den Start-Ups in der NGO-Szene gehört, ganz zufrieden. Was mir besonders gefällt ist die positive Stimmung auf unseren Kanälen. Der Ton in unserer Community ist stets freundlich, obwohl wir auf betterplace.org sehr viele verschiedene Interessen vereinen. Unser erfolgreichster Post in letzter Zeit ist ein schönes Beispiel für die Verknüpfung von online und offline: Zum Launch unseres neuen Berlin-Portals gab es zunächst ein Plakat ohne Absender mit der offenen Frage „Wie können wir Berlin verändern?“ – auch dort hat jemand an die „Wall“ geschrieben. Das Foto dazu wurde von anderen Facebook-Seiten geteilt und bekam auch bei uns großen Zuspruch (FOTO).

Gibt es bei NGOs Unterschiede zu anderen Branchen die Social Media betreiben?

Ich denke schon. Für NGOs ist es schwerer, die Fanbase wachsen zu lassen. Das Budget ist meist zu knapp um Werbung zu schalten, eigene Produkte verlosen können wir auch nicht, und die meiste Zeit wollen wir Geld – ohne, dass der Kunde dafür einen kokreten Gegenwert, also ein Produkt, erhält. Es ist eben wie im echten Leben: Wie oft kauft man ein – wie oft spendet man?

Welche Tipps geben Sie anderen Organisationen, um im Social Web eine treue Community aufzubauen?

Wer bei 0 anfängt, sollte als erstes Freunde und Familie ins Boot holen und diese zu Botschaftern machen. Dann regelmäßig posten – aber nicht zu viel. Interessante Inhalte liefern und ein möglichst breites Spektrum abdecken. Jede NGO hat einen Charakter, der sollte auch in der Online-Kommunikation durchscheinen. Immer die Zielgruppe im Blick haben: Wer sind meine Fans? Was wollen meine Fans wissen? Dazu ruhig auch mal direkt bei den Fans nachfragen. Spontanität ist ebenfalls wichtig: Die Posts für die ganze Woche am Montag durchplanen funktioniert nicht. Und last but not least: Spaß an der Sache haben. Social Media ist der direkteste Weg zu den Leuten, die deine NGO gut finden.

Wie werden die digitalen Medien die Kommunikation in den nächsten Jahren verändern – speziell im Hinblick auf Ihre Mitgliederkommunikation?

Dazu haben wir eine ganze Forschungseinheit: Das betterplace lab. Die Kollegen dort beschäftigen sich mit den Schnittstellen digital-sozial – alle, die diese Frage interessiert sollten da unbedingt mitlesen.

Was die Mitgliederkommunikation bei betterplace.org angeht bleiben wir bei den digitalen Medien. betterplace.org hat heute schon Facebook und Twitter integriert – so kann man sich mit Facebook einloggen und seine gute Tat auch gleich über den Twitter-Kanal jagen. Diese Schnittstellen werden an Bedeutung für die Kommunikation mit unseren Mitgliedern weiter zunehmen.

Bildquelle: betterplace.org

Herzliche Grüße aus der Social Media Agentur Hamburg,
Sebastian Voss

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