Google+ Best Practices: Westaflex

Worauf kommt es bei Google+ an? Welche Faktoren sollten Unternehmen im Auge behalten um bei Googles Netzwerk Erfolg zu haben. Diesmal sprechen wir mit Jan Westerbarkey, CEO von Westaflex in Gütersloh, die schon in vielen anderen Social Media Kanälen erfolgreich unterwegs ist, und bei Google+ zu den deutschen Pionieren gehört.

Was hat Westaflex dazu bewogen von Anfang an auf Google+ dabei zu sein?
Bild: Jan WesterbarkeyGoogle Plus ist aus unserer Sicht weit mehr als ein Netzwerk; es ist die Abkehr von SEO-Bemühungen hin zu einem selbst erarbeiteten Image. Hier zeigt sich der Weitblick von Google, wenn sie voraussehen, dass wir uns nur 1 Antwort auf 1 Suchanfrage wünschen! Dies geht nur über die Kenntnis unser Interessen und Neigungen. Im Fall der beruflichen Daten-Intimssphäre können wir die Google Business Apps empfehlen – sie speichern keinerlei Profile, sind aber auch nicht kostenfrei. Wenn Produkte und Dienstleistungen immer vergleichbarer werden, sind es die Menschen und Mitarbeiter, die den Unterschied ausmachen. Das Mitmach-Web hat die vielen Markenbotschafter in den Unternehmen erreicht; Geschichten berichten macht sexy! Es geht ein Stück weit um die Frage, ob eine Marke eine Persönlichkeit hat. Im Fall von Westaflex trifft dies zu, darüber menschelt es auf unseren Seiten. Wir haben bewusst eine Orts-, Blog- und Marken-Fanseite separat auf G+ eingerichtet. Zum Einen, um den geografischen Bezug, zum Anderen um den Insider-Austausch zu fördern. G+ Kontakte haben VIP-Status.
Wer ist bei Ihnen an der Pflege der Google+ Seite beteiligt?
Nicht alle Facetten einer interaktiven Produkt- rsp. Firmenpräsentation waren von Anfang an auf G+ verfügbar. So haben wir mehrfach unser Intro-Textprofil, aber auch den Kopfbanner angepasst. Die unterschiedlichen Zielgruppen-Seiten von Westaflex auf G+ haben differente Links, Fotos, Videos und Google Doc Informationen, da wir damit spielen einmal hoch-offiziell und andererseits unorthodox von Mensch-zu Mensch da zu sein. An der Pflege oder genauer der Erst-Ausstattung war unsere externe PR-Agentur reimedia.de beteiligt. Die späteren Inhalte, die ja über Masterseiten-Erlaubnis oder besser Rollen festgelegt werden, waren nur mit Beteiligung unser eigenen Mitarbeiter. Dies geht vom Kundendienst, über unsere Azubis bis zum Bereichsleiter und Innendienst. Man muss aber auch sagen, dass erst mit aktuellen Android Versionen die G+ Integration so elegant ist, dass sie bspw. Facebook um Längen schlägt – in Geschwindigkeit und Bild-Bearbeitungs-Optionen bis hin zur Hangout-Video-Konferenz. G+ Nutzung wird durch die Geschäftsleitung vorgelebt.
Was erwartet den User bei Ihnen? Bieten Sie hier einen anderen Themen-Mix als auf Facebook, Twitter & Co.?
Wir haben den Eindruck, dass die G+ Kontakte sich vielleicht nicht so häufig mitteilen, im Gegensatz zu Facebook Freunden (man beachte den Wortbegriff). Wenn dort aber Unterredungen oder genauer Dialoge stattfinden, dann sind diese sehr fundiert. Und meist auch frei von Emotionen; ein Fachpublikum eben! Daraus ergibt sich für unsere Seiten-Fans eine deutlich abgestimmte VIP-Info-Quelle mit Hinweisen und Ereignissen aus erster Hand. Diese Informationen wären auf Facebook unattraktiv, da die Nutzung dort in der Freizeit und im lean-back Sofa-Modus erfolgt. G+ Benutzer sind wissbegierig und suchen den Dialog zielgerichteter. Dadurch, dass Google Plus von Anfang an anbot, Kontakte in Zirkeln zu unterteilen, gibt es ganz klare Pressekontakte oder etwa Handwerker-Kontakte, um mal zwei Gruppen, die jeweils individuell und zielgerichtet von uns informiert werden, zu benennen. Da Google ein Suchmaschinen-Dienst im Ursprung ist, wird sich G+ zum Fakten-Dienst entwickeln, der für die Benutzer auch alle Funktioen regionaler Gelber Seiten übernimmt. Ein ganz anderes Potenzial als Facebook…
Welche Erfolge konnten Sie bereits mit Ihrem Engagement verzeichnen und wie nahmen Ihre Follower Ihre bisherigen Aktivitäten auf?
Mittlerweile verfolgen uns mehrere tausend Kontakte. Dies ist umso entscheidender, als eine G+ Geschäftsseite selbst keine G+ Personen individuell hinzufügen kann, der Impuls muss freiwillig vom Interessenten ausgehen. Was gleichzeitig auch eine gewisse Marketing-Schwierigkeit darstellt, da bisher keine bezahlte In-Portal-Werbung möglich ist. Wir haben daher auf unseren Homepage-Seiten auf G+ verwiesen. Zum Aspekt darauf hinzuweisen: eine Direkt-Linkaufruf-Adresse fehlt bislang im G+ Netzwerk, was zu schwerfälligen Zahlenkolonnen-URLs führt. Wir haben erst wenige Video-Kongresse, auch Hangouts genannt in G+ stattfinden lassen. Gleichzeitig sehen wir hier aber das grösste Potenzial von G+ mit interaktiven Lern- und Bildungsangeboten mit eingeladenen Gästen/Experten. Heute ist es bereits so, dass G+ das öffentliche Web2.0 darstellt, während durch unsere Google Business Apps das private Enterprise2.0 abgebildet wird: unter gleicher Bedien-Oberfläche in allen Betriebssystemen.
Weht auf Google+ ein anderer Wind bzw. nehmen Sie hier eine andere Anhängerschaft wahr, als auf Facebook oder Twitter?
Google Plus ist auf keinen Fall ein besseres Facebook, es ist auch kein limitierter Kurz-Nachrichtenkanal wie Twitter. Für Westaflex ist es eine hoch-skalierbare Nachrichten- und Dialog-Plattform, die gäbe es sie nicht, sich Unternehmen teuer programmieren und betreiben müssten! G+ ist bereits vom Design her sehr klar und übersichtlich. Fremd-Apps oder Games finden sich – zumindest in der Business Ausführung – nicht. Das ist ein klarer Vorteil in Zeit-Effizienz und Datenschutz. Grundsätzlich gilt natürlich: ein Netzwerk ist das, was man daraus macht. Will sagen: G+ ist unvergleichlich!
Uns gefällt, dass bei jeder Nachricht der Grad an Vertraulichkeit individuell festgelegt werden kann und man jeweils, Endgeräte-unabhängig aufsetzen kann. So wurde dieses Interview bspw. auf einem Chromebook recherchiert während Trendthemen-Beobachtung klassisch auf einem Chrome-Browser-PC geschieht. Bislang schätzen wir sehr, dass unser Nachrichten-Stream nicht durch Twitter- oder Foursquare-Injektionen gestört wird.

Welche Tipps geben Sie anderen Unternehmen, um hier erfolgreich durchzustarten und eine stabile Fan-Gemeinde aufzubauen?

Fangemeinde-Begeisterung wird früh geprägt und ist fast wie eine Religion. Daher ist es wahrscheinlich gut, dass weder Apple noch Facebook ein eigenes, geschlossenes Hardware-Interface anbieten. Sonst hätte G+ auch keine Chance am Markt gehabt. Der Vorteil von G+ liegt in seiner Überall-Verfügbarkeit und im Egal-Betriebssystem.
G+ hat von allen sozialen Netzwerken, damit sind nicht die Geschäftsnetzwerke wie LinkedIn gemeint, das breiteste Angebot und Potenzial. Aufgrund seiner Suchtreffer-Relevanz kann sich kein KMU leisten, dort nicht aktiv zu sein!
Es ist möglicherweise nicht relevant, ob es sich um ein B2C oder B2B Unternehmen handelt. Die Zukunft liegt ohnehin im H2H = human-to-human mit Regionalbezug. Möglicherweise wird sich G+ neben der Akquise auch zum Recruiting eignen, wenn seine Angebote Marktplatz-ähnlich erweitert werden. Das Empfehlungs-Marketing mit Einflussnahme ins persönliche Suchergebnis ist jedenfalls sensationell. Die Verkettung mit Preis-Suchläufen und Loyalitäts-Programmen wird ganz neue Märkte eröffnen!

Wie bewerten Sie die Zukunft von Google+ – wird das Netzwerk in 2 Jahren noch existieren?

G+ ist nicht mehr wegzudenken! Ob es in wenigen Jahren noch G+ oder Frag-mich heisst ist egal. Solche Umbenennungen gab es bei Google bspw. im Android Market, der jetzt Play genannt wird, um die Multimedia-Aspekte noch mehr zu betonen. Unser Wunsch ist es sogar, irgendwann nicht mehr bestimmen zu müssen, ob ein Video in Youtube und ein Bild in Picassa eingepflegt wird – es geschieht einfach in der Datenwolke. Wir vergeben nur noch Rollen und Rechte, sowie Status und fertig ist der mobile Web-Weg-Begleiter. Genauso, wir wir uns wünschen, dass Mail durch Chat mit Bild- und Ton-Option ersetzt wird und wir in Europa automatische Geo-lokalisierte Handbücher und Referenz-Bilder anbieten können, weil G+ bspw. die Mehrsprachlichkeit schon eingebaut hat. G+ wird vielmehr zur Schnittstelle zwischen Mensch und Medium, egal ob im Auto oder etwa in der Haustechnik. Was für Möglichkeiten, wenn Daten- und Bezahl-Transaktionen über NFC korresponieren, sofern nicht ohnehin die Sprachsteuerung – auch in sozialen Netzwerken – das Standard-Interface wird. G+ for President :D
Bildquelle: Jan Westerbarkey

Wir bedanken uns für das Interview bei Jan Westerbarkey und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg!

 

Herzliche Grüße aus der Social Media Agentur Hamburg,
Ihr Sebastian Voss

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