Google+ Best Practices: Krones AG

Was hat die Krones AG dazu bewogen von Anfang an auf Google+ dabei zu sein?

Bild: Charles Schmidt

Bei der Krones AG für Social Media Management verantwortlich: Charles Schmidt.

Ganz ehrlich? Auch wir waren uns anfangs nicht sicher, wohin die Reise bei Google+ gehen würde. Zunächst war der Hype um die neue Plattform ja unglaublich groß und man war als Unternehmen schon beinahe gezwungen, „da auch mitzumachen“. Und das, obwohl es auf Google+ anfänglich ja nicht einmal möglich war, eine offizielle Unternehmensseite einzurichten! Unser erstes Engagement auf Google+ war also auch sehr stark der Tatsache geschuldet, dass wir es vermeiden wollten, einen möglichen neuen Trend zu verschlafen. Mittlerweile ist Google+ allerdings eine höchst willkommene Abwechslung in unserem Social-Media-Mix und aus unserer Kommunikationsstrategie eigentlich nicht mehr wegzudenken. Auch die oft gestellte Frage nach den Vorteilen von Google+ gegenüber anderen Plattformen ist schnell beantwortet: Es ist Google! Dann natürlich behandelt der Suchmaschinenriese Posts aus dem hauseigenen Social Network privilegiert gegenüber anderen Meldungen, was man aus SEO-Sicht unbedingt in Betracht ziehen sollte.

Wer ist bei Ihnen an der Pflege der Google+ Seite beteiligt?

Unser Social Media Team besteht aus insgesamt drei Mitarbeitern, die sich um die Pflege der verschiedenen Auftritte kümmern – darunter natürlich auch unser Google+ Profil. Auf der inhaltlichen Seite werden wir von einer tollen Kommunikationsabteilung unterstützt, wodurch Engpässe nur sehr selten entstehen.

Was erwartet den User bei Ihnen? Bieten Sie hier einen anderen Themen-Mix als auf Facebook, Twitter & Co.?

Größtenteils werden die Inhalte unserer anderen Kanäle auch 1:1 auf Google+ abgebildet. Das hat folgenden Hintergrund: In unserer Kommunikationsstrategie haben wir uns bewusst dazu entschieden, dass wir es unseren Usern überlassen möchten, auf welchem Kanal sie mit uns in Kontakt treten wollen. Wenn nun ein User ausschließlich auf Google+ aktiv ist, jedoch nicht auf Kanälen wie Facebook oder Twitter, so möchten wir ihm trotzdem die Möglichkeit geben, sich auch auf dem neuen Netzwerk über alle relevanten Krones Themen informieren zu können. Das sind wir unseren Kunden, Interessenten und Stakeholdern schuldig.

Welche Erfolge konnten Sie bereits mit Ihrem Engagement verzeichnen und wie nahmen Ihre Follower Ihre bisherigen Aktivitäten auf?

Auf den ersten Blick sind unsere knapp 450 Follower auf Google+ vielleicht nicht besonders beeindruckend, zumindest im Vergleich mit unseren über 13.000 Facebook-Fans. Gegenüber manch anderen Unternehmensseiten auf Google+ stehen wir damit allerdings richtig gut da! Natürlich können wir uns – was die Anzahl der Follower angeht – nicht mit großen B2C-Marken messen, dies ist aber auch gar nicht unser Anspruch. Vielmehr möchten wir unseren Usern einfach interessante Inhalte bieten und mit ihnen auf Augenhöhe kommunizieren – ganz genauso wie auch auf allen anderen Plattformen. Dieser Ansatz wurde bislang sehr positiv aufgenommen.

Weht auf Google+ ein anderer Wind bzw. nehmen Sie hier eine andere Anhängerschaft wahr, als auf Facebook oder Twitter?

Es fällt schon auf, dass die Netz- bzw. Social Media Affinität bei Google+ Nutzern um einiges höher ist, als beim „gemeinen Facebook-Nutzer“. Viele unserer Kontakte auf Google+ kannten wir beispielsweise schon vorher aus Netzwerken wie Twitter, Foursquare etc..

Das ist aber auch nicht weiter verwunderlich, denn User mit einer besonders hohen Social Media Affinität sind natürlich eher bereit, sich auf eine neue Plattform „einzulassen“ und in dieser Hinsicht auch experimentierfreudiger. Dagegen wartet der „Standarduser“ doch eher ab, wie sich das ganze entwickelt und macht sein Engagement auf einer neuen Plattform eher davon abhängig, ob auch seine bisherigen Kontakte auf das neue Netzwerk umziehen. Mittlerweile hat sich Google+ aber schon ein Stück weit etabliert und es lässt  sich ein gegenläufiger Trend beobachten: Google+ entwickelt sich immer mehr zu einem Mainstream-Netzwerk und weg von einer reinen Plattform für „Social Media Experten.“

Welche Tipps geben Sie anderen Unternehmen, um hier erfolgreich durchzustarten und eine stabile Fan-Gemeinde aufzubauen?

Auch für Google+ gilt: Auf die Inhalte kommt es an! Diese müssen spannend, vielseitig und zielgruppenorientiert sein und den Usern Mehrwert bieten. Wie auch bei allen anderen Social Media Plattformen ist es auch für ein erfolgreiches Engagement auf Google+ sehr wichtig, die eigenen Mitarbeiter rechtzeitig abzuholen, sie für mögliche Risiken zu sensibilisieren aber auch dazu zu ermutigen, sich in Social Media aktiv zu engagieren. Auch für Unternehmen die sich sehr stark im indischen Raum engagieren, ist Google+ sehr interessant, da das Netzwerk in dieser Region unglaublich viele Nutzer hat.

Wie bewerten Sie die Zukunft von Google+ – wird das Netzwerk in 2 Jahren noch existieren?

Meiner Meinung nach bietet Google+ Funktionen die man bereits von Twitter und Facebook kennt , allerdings in einer sinnvollen Kombination. Diese werden noch um neue Features wie z. B. die sog. „Circles“ erweitert, die sich nicht nur unglaublich einfach verwalten lassen, sondern es den Usern außerdem ermöglichen, gleichzeitig dem Leben ihrer Lieblingsstars, Lieblingssportler etc. zu folgen, Geschäftskontakte zu pflegen und trotzdem ihre privaten Kontakte getrennt davon zu verwalten. Die aus Facebook bekannte Lawine aus teilweise irrelevanten Informationen lässt sich so sehr gut vermeiden und man muss nicht mehr sein gesamtes Online-Leben an alle Kontakte preisgeben.  Ein tolles zusätzliches Goodie ist sicherlich auch die Videochat-Funktion für bis zu 10 Teilnehmer. Google hat also seine Hausaufgaben gemacht und über 90 Millionen Nutzer sprechen auch eine deutliche Sprache. Trotz all dieser Vorteile bleibt aber erstmal abzuwarten, ob sich die Plattform langfristig durchsetzen kann, denn der Platzhirsch der Social Networks ist und bleibt erstmal Facebook. Und zwar aus einem einfachen Grund: Die schiere Anzahl der Nutzer! Menschen benutzen Social Media primär dazu, um mit ihren Freunden und Bekannten zu kommunizieren. Und die Mehrzahl dieser tummelt sich nun mal immer noch auf Facebook. So lange sich das nicht ändert, werden es andere Soziale Netzwerke die auf einem ähnlichen Prinzip beruhen äußerst schwer haben („Sparten-“ und „Special Interest-“ Netzwerke wie etwa Pinterest oder Foursquare bewusst ausgenommen).

Wir bedanken uns für das Interview bei Charles Schmidt und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg!

Bild: Krones AG

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